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Fachlexikon

 


Additive Farbmischung
Lichtfarbenmischung, bei der aus den additiven Grundfarben Rot (R), Grün (G) und Blau (B) fast alle Mischfarben zu erzielen sind. R + G addieren sich zu der helleren additiven Sekundärfarbe Y (Yellow = Gelb). Aus R + B wird Blau (Violett) und aus G + B die dritte additive Sekundärfarbe Cyan (Blau) mit der Kurzbezeichnung C. Alle drei additiven Grundfarben schließlich addieren sich zur hellsten Mischfarbe, nämlich Weiß. R + G + B = Weiß. Bekannteste Anwendung der additiven Farbmischung ist die Farbwiedergabe auf dem Bildschirm

Akzidenz
lat.: accidere = zufällig geschehen. Sammelbegriff für Druckarbeiten geringeren Umfangs, wie zum Beispiel Privat-, Geschäfts-, Behörden- oder Werbedrucksachen.

Anschnitt/Abfallend
Bild- oder Textteile, die über den Satzspiegel hinaus gedruckt werden (z.B. auf Kopf-, Fuß-, Außen- oder Bundsteg). Bei angeschnittenen Anzeigen berechnet der Verlag einen höheren Anzeigenpreis, da sie einen größeren technischen Aufwand erfordern.

Ausgleichen/Austreiben
Schaffung von möglichst gleichgroßen Buchstabenabständen innerhalb eines Wortes bzw. innerhalb einer Zeile.

Ausschießen
Anordnen der auf beiden Seiten des Bogens zu druckenden Buch- oder Zeitschriften/Zeitungen-Seiten, so dass nach Druck und Falzen die Seiten in der richtigen Reihenfolge aufeinander folgen.

Auszeichnen
1. Hervorheben von Wörtern oder Satzteilen durch abweichende Schrift, Farbe o.ä.
2. Kennzeichnen des Manuskripts mit den nötigen Satzanweisungen; im redaktionellen Teil z.B. Schriftgröße, Durchschuss, Laufweite; bei Anzeigen Angaben über Breite, Höhe, Rand.


BAG
Buchhändler-Abrechnungs-Gesellschaft. Zentrale Abrechnungsstelle zwischen Buchhandel bzw. Sortimentern und Verlagen; Sitz der BAG ist Frankfurt/Main. Jedes BAG-Mitglied erhält eine eigene Nummer, unter der die BAG Forderungen oder Zahlungen auf den entsprechenden Konten ihrer Mitglieder verbucht. Als Vergütung für den Arbeits- und Verrechnungsaufwand erhält die BAG einen prozentualen Anteil der Rechnungsbeträge. Vorteil dieses Abrechnungsverfahrens: Durch die zentrale Abwicklung des gesamten Zahlungsverkehrs entfallen zeit- und kostenintensive Einzelabrechnungen zwischen Verlag und Buchhandel.

Beihefter
Sonderinsertionsform, bei der eine Beilage (z.B. ein Prospekt) durch Klammerheftung fest mit der Zeitschrift verbunden ist.

Beikleber
Sonderinsertionsform, bei der eine Beilage (z.B. Prospekt/Postkarte) durch Einkleben fest mit der Zeitschrift verbunden ist.

Beilage
Sonderinsertionsform, bei der der Zeitung/Zeitschrift ein Werbemittel beigefügt wird. Hierbei handelt es sich in den meisten Fällen ebenfalls um Printerzeugnisse (z.B. Prospekte, Postkarten etc.), mitunter auch um Warenproben oder ähnliches. Beilagen werden unterschieden in:

  • Fremdbeilagen
  • Verlegerbeilagen
  • Beihefter
  • Beikleber/Warenprobenbeikleber

Die Zulassung für Beilagen in einer Zeitung/Zeitschrift ist aus postrechtlichen Gründen an verschiedene Vorschriften gebunden: Das Format der Beilage darf nicht größer als das Format der Zeitungen/ Zeitschriften sein. Warenprobenbeikleber müssen sehr flach und druckbeständig sein. Die Beilagen dürfen das Gesamtgewicht der Zeitung/ Zeitschrift nicht überschreiten.

Belegexemplar
Exemplar einer Zeitung/Zeitschrift, das als Nachweis der erfolgten Veröffentlichung an Inserenten oder Autoren verschickt wird.

Beschnitt
1. Mechanischer Vorgang, bei dem das Druckerzeugnis durch Abschneiden der Papierkanten auf das gewünschte Format gebracht wird.
2. Toleranzmaß, das bei der Gestaltung von angeschnittenen Anzeigen berücksichtigt werden muss, damit nach dem Beschneiden (siehe 1.) das gesamte Motiv sichtbar bleibt; in der Regel werden mindestens 3 mm Beschnitt einkalkuliert.

Bilderdruckpapier
Preisgünstige gestrichene Papierqualität, früher wurden diese als maschinengestrichene Papiere bezeichnet. Unterschieden wird in Standard-Bilderdruckpapier und spezialgestrichenes Bilderdruckpapier. Letzteres ist immer holzfrei und hat einen dickeren Strichauftrag mit glatterer Oberfläche. Daher ist es etwas teurer als das Standard-Bilderdruckpapier.

Bindeverfahren
Um die bedruckten Bogen oder Blätter zum fertigen Verlagsprodukt zu verbinden, gibt es verschiedene Möglichkeiten und Verfahren:

1. Mechanisches Bindeverfahren:

  • Drahtheftung durch den Rücken
  • Seitliche Drahtheftung
  • Fadenheftung mit und ohne Gaze
  • Fadensiegeln
  • Spiralheftung
  • Ringheftung
  • Klemmschienen

2. Klebebindeverfahren:

  • Dispersionskleber
  • Thermoplastischer Klebstofffilm
  • Schmelzkleber (Hotmelt)
  • PUR-Klebebindung

Blatt
1. Glattes, ungefalztes Stück Papier bis zu einer Größe von maximal 30 x 40 cm Kantenlänge. Größere Blätter bezeichnet man als Bogen. Gleichzeitig wird dieser Begriff für die kleinste Unterteilungseinheit in Büchern und Zeitungen/Zeitschriften verwendet; dabei gilt: 1 Blatt = 2 Seiten.

2. Geläufige Bezeichnung bzw. unspezifischer Sammelbegriff für Zeitungen/Zeitschriften-Titel.

Blinddruck
Prägedruck (Hochdruckverfahren), bei dem keine Farbe verwendet wird. Kann erhaben oder vertieft geprägt werden.

Blitzkanten
Passerdifferenzen, die bei mehrfarbigen Drucken als weiße Kanten in Erscheinung treten.

Bogen
1. Auf Format geschnittenes Papier (Planobogen)
2. Gefalztes, unbeschnittenes Papierformat (Falzbogen)
3. Papierformate, die größer sind als DIN A3

Bogensignatur
Zahl auf der ersten Seite im Beschnitt eines Druck- bzw. Buchbinderbogens, die angibt, um welchen Bogen des Werkes es sich handelt. Meist steht neben der Signatur noch die Norm, bestehend aus Verfassernamen und Buchtitel in Kurzform. Beide zusammen werden Prime genannt und sind für das Zusammentragen, um Bogenverwechslungen zu vermeiden.

Buchbinde/Bauchbinde
Papierstreifen, der wie eine Banderole um das Buch gelegt wird. Die Buchbinde wird meist zur Aufmerksamkeitssteigerung (Eye-Catcher) eingesetzt.

Buchbinderbogen/Falzbogen
Bogen, der nach dem Bedrucken gefalzt wird. Es gibt verschiedenste Varianten.

Buchblock
Die in der richtigen Reihenfolge angeordneten, gebundenen und beschnittenen Seiten eines Buches. Vielfach werden auch schon die zusammengetragenen, gefalzten Bogen eines Buches als Buchblock bezeichnet.

Buchdecke
Fester, kartonartiger Einband, in den der Buchblock eingehängt wird. Die Buchdecke wird aus Pappe gefertigt und besteht aus zwei Buchdeckeln, die durch den Rücken miteinander verbunden sind. Sie wird mit einem Bezugsstoff, z.B. Papier, Gewebe, Leinen, Kunststoff, Leder, Pergament überzogen.

Bundsteg
Unbedruckter Teil einer Buch- oder Zeitungs/Zeitschriften-Seite, der sich zwischen der seitlichen Begrenzung des Satzspiegels und dem Bund des Buches/der Zeitung/Zeitschrift befindet.


Computer-to-plate (CTP)
Druckformherstellung für den Offsetdruck, die direkt aus dem digitalen Datenbestand des Fotosatzes oder des Computer Publishing durch zeilenweise Laserbelichtung lichtempfindlich beschichteter Aluminiumplatten erfolgt. Dieser direkte Weg erspart die bei anderen Verfahren notwendige Film- und/oder Kopiervorlagenherstellung.

Computer-to-press
Direktbelichtung von Druckplatten aus dem digitalen Datenbestand auf den Druckformzylinder der Druckmaschine.

Corporate Design (CD)
Einheitliches äußeres Erscheinungsbild eines Unternehmens, z.B. durch die Verwendung eines Firmenzeichens (Logo), spezieller Firmenfarben (Hausfarben), einer bestimmten Schrift in allen Drucksachen etc.

Corporate Identity (CI)
Einheitliches Selbstverständnis eines Unternehmens, das sich im Außenverhältnis z.B. durch die Produkte und durch das Verhalten am Markt, im Innenverhältnis z.B. durch Mitarbeiterführung und soziales Engagement manifestiert.


Direktwerbung (direct-mail)
Werbeform, bei der die Werbebotschaft (z.B. als Prospekt, Werbebrief) direkt an den Kunden adressiert wird. Es erfolgt keine Zwischenschaltung eines separaten Werbeträgers. Bei direct-mail gilt: Werbemittel = Werbeträger. Die Zustellung erfolgt per Post oder durch eigens dafür geschaffene Vertriebsorganisationen. Das Adressenmaterial für direct-mail-Aktionen liefern dem Werbungtreibenden die sogenannten Adressenagenturen oder „Adressenverlage“.

Druckauflage
Anzahl der tatsächlich gedruckten Exemplare eines Verlagsproduktes pro Ausgabe. Makulatur wird nicht mitgezählt.

Druckform
Meist eine Platte oder ein Zylinder, von der/dem die Druckfarbe direkt oder indirekt auf das zu bedruckende Material abgegeben wird.

Druckvorstufe(n)
Alle Arbeitsbereiche/-schritte, die dem eigentlichen Druck vorangehen: Satz- und Bildherstellung (Reproduktion), Druckformherstellung


Einhängen
Letzter Arbeitsschritt der Buchherstellung. Dabei wird der Buchblock mit dem Vorsatzpapier in die Buchdecke und mit der Hülse am Buchrücken eingeklebt.

Einlegen
Letzter Arbeitsschritt der Buchherstellung. Der Buchblock wird – im Gegensatz zum Einhängen – nur mit dem Vorsatzpapier in die Buchdecke eingeklebt.

Einrichten
Vorbereiten der Druckmaschine für den Druck, z.B. Einfüllen der Druckfarbe(n), Montage der Druckform(en)


Fadenheftung
Dauerhaftes Bindeverfahren, bei dem gefalzte Bogen in sich und untereinander mit Heftfaden zum Buchblock vernäht werden. In der Regel wird ein Gazestreifen in die Heftung einbezogen, der dem Rücken mehr Stabilität verleiht. Beim Einhängen des Buchblocks in die Buchdecke werden die überstehenden Seiten des Gazestreifens innen auf die Deckel geklebt.

Fadensiegeln
Preisgünstiges, relativ dauerhaftes Bindeverfahren, bei dem während des Falzens des Bogens auf der Längsmitte des letzten Bruches Klammern aus einem thermoplastischen Spezialfaden eingestochen, wie Drahtklammern umgelegt, geschmolzen und heiß auf das Papier geklebt (versiegelt) werden. Die untereinander nicht verbundenen, fadengesiegelten Bogen werden anschließend zusammengetragen und zum Buchblock verleimt.

Fadenzähler
Zusammenklappbares Vergrößerungsglas. Fadenzähler vergrößern auf einer Fläche von 1 cm² zwischen 2,5- und 10fach. Bei der Produktion von Büchern und Zeitungen/Zeitschriften wird der Fadenzähler hauptsächlich zum Kontrollieren von Passermarken und Rasterwerten verwendet.

Falzarten
Man unterscheidet:

  • Kreuz(bruch)falz
  • Parallelfalz
  • Kombinationsfalz
  • Unterarten des Parallelmittenfalz
  • Wickelfalz
  • Zickzackfalz (Leporello-, Ziehharmonikafalz)
  • Fensterfalz (Altar-, Schrankfalz, Gate-fold)
  • Falzmuster
    Entsprechend der Reihenfolge der verschiedenen Falzungen einer Falzmaschine zusammengefalteter Papierbogen. Das Falzmuster dient zur Bestimmung und Überprüfung der jeweiligen Seitenverteilung auf dem Druckbogen. Darüber hinaus ist das Falzmuster auch Grundlage des Ausschießmusters und des Ausschießschemas.

    Farbskala
    Einzel- und Zusammendruck der verschiedenen Farben eines Mehrfarbendrucks. Beim Vierfarbdruck sind es die Zusammendrucke in folgender Reihenfolge:
    1. Schwarz/Cyan
    2. Schwarz/Cyan/Magenta
    3. Schwarz/Cyan/Magenta/Gelb

    Flattermarke
    Am Bundsteg von Büchern angebrachte Orientierungshilfe, die dem Buchbinder das Zusammenstellen der einzelnen Teilprodukte in der richtigen Reihenfolge erleichtern soll. Flattermarken sind am Rücken des gefalzten Bogens aufgedruckte Balken, die nach dem Zusammentragen eine treppenförmige nicht unterbrochene Anordnung haben müssen.


Gestrichenes Papier
Für Feinrasterabbildungen erforderliche Papierqualität, die aufgrund der glatten Oberfläche auch für andere Druckprodukte verwendet wird, beispielsweise für Spezial-Interest-Zeitschriften, Kataloge, Werbedrucksachen. Die glatte, geschlossene, meist hochweiße Oberfläche wird durch ein- oder beidseitigen Auftrag einer Mischung aus einem Weißpigment und einem Bindemittel erzielt. Je nach Bindemittel und Glättung wird die Oberfläche matt glänzend oder spiegelnd. Je nach Faserstoffzusammensetzung sowie Qualität und Dicke des Strichs wird qualitativ unterschieden zwischen preisgünstigem Bilderdruckpapier, hochwertigem Kunstdruckpapier und teuren gußgestrichenen Papier- und Kartonsorten.

Hardcover
Festeinband mit einer stabilen Pappdecke, die mit einem Bezugsstoff (Papier, Gewebe, Leder etc.) überzogen ist, meist in Fadenheftung, aber auch fadenversiegelt oder klebegebunden möglich.

Holzhaltiges Papier
Papier, das mehr als 5% verholzte Fasern (Holzstoff, Holzschliff) enthält. Je höher der Holzstoffgehalt ist, desto schneller vergilbt das Papier unter dem Einfluss von Licht. Holzhaltiges Papier wird auch mittelfein genannt. Es eignet sich nur für kurzlebige Druckerzeugnisse, wie z.B. Zeitungen.

Holzfreies Papier
Papier aus Zellstoff (Cellulose) mit einem Anteil von höchstens 5% verholzten Fasern (Holzstoff, Holzschliff). Es wird auch als Feinpapier bezeichnet.


Impressum
1. Vom Pressegesetz vorgeschriebener Vermerk in Zeitung/Zeitschrift, in dem Verlag, Druckerei, verantwortliche(r) Redakteur(e) und Anzeigenleiter aufgeführt werden müssen.
2. Bestandteil der Titelei, auf der Rückseite des Haupttitels, manchmal auch erst am Schluss des Buches zu finden.

Imprimatur
Druckfreigabe. Die für die entsprechenden Teile des jeweiligen Verlagsproduktes verantwortliche(n) Person(en) (Autor, Redakteur, Anzeigenleiter, Lektor etc.) bestätigen mit ihrer Unterschrift die Druckreife.

ISBN
International Standard Book Numbering; deutsch: Internationales Standard Buchnummernsystem. Die 1969 von der amerikanischen Library of Congress eingeführte zehnstellige Nummer dient zur eindeutigen Identifizierung jeden Buches im nationalen und internationalen Bestellwesen. Die ISBN ist in vier Teile gegliedert: Die erste Zahl (ein- oder zweistellig) gibt an, in welcher Sprache das Buch erschienen ist (z.B. 3 = deutsch). Die zweite Zahl (zwei- bis sechsstellig) ist die Kennnummer des Verlages. Die dritte Zahl (zwei- bis sechsstellig) gibt die Titelnummer des jeweiligen Buches an. Sie wird vom Verlag vergeben. Die letzte Zahl (einstellig) ist die Prüfziffer (kann auch der Buchstabe X sein). Die ISBN wird im Impressum und auf der Rückseite des Buches abgedruckt.

Marketing- und Verlagsservice des Buchhandels GmbH
VLB Redaktion
Großer Hirschgraben 17-21
D-60311 Frankfurt am Main
Email: vlb@mvb-online.de
Web: www.mvb-online.de

ISSN
International Standard Serial Number; deutsch: Internationale Standard-Serien-Nummer. Die von der “International Organisation for Standardisation Technical Comitee” eingeführte ISSN ist eine achtstellige Kennummer für regelmäßig erscheinende, fortlaufende Werke. Dies sind u.a. Zeitschriften, zeitschriftenartige Reihen und Zeitungen. Die acht Stellen der ISSN sind im Gegensatz zu den zehn Stellen der ISBN keine Codenummern für Herkunftsland, Verlag und Titel, sie sollen lediglich die Identifizierung erleichtern.


Kein Inhalt vorhanden

Karton
Alle Papiere mit einem Flächengewicht zwischen 200g/m² und 500g/m².

Kaschieren
Aufbringen von Papier oder Folie durch Zusammenkleben, z.B. bei Bucheinbänden.

Klebebindung
Alle Verfahren, bei denen Einzelblätter oder am Rücken gefräste Falzbogen mit Spezialklebstoffen am Rücken (Bund) miteinander zum Buchblock verbunden werden. Bei den Klebstoffen werden hauptsächlich Dispersions- und Schmelzkleber (Hotmelt) unterschieden.

Kreuz(bruch)falz
Falzart, bei der jeder nachfolgende Bruch (Falz) rechtwinklig zum vorhergehenden erfolgt. Charakteristisch ist das Kreuz, das nach dem Auseinanderfalten des Bogens sichtbar wird.


Laminieren
Verfahren, bei dem Bucheinbände mit einer schmutzabweisenden, abwaschbaren Folieüberzogen werden.

Leporellofalz
Falzart, bei welcher der bedruckte Bogen in wechselnder Richtung parallel gefaltet wird; auch Zickzackfalz oder Ziehharmonikafalz genannt.

Ligatur
Verbindung von zwei oder drei Buchstaben zu einer schriftästhetischen Buchstabenkombination (z. B. bei fi, ff, fl, ffi, ffl)


Makulatur
Beim Druck anfallende Vor- und Auslaufbögen. Gehören nicht zur Auflage.

Montage
Ürsprünglich die Montage der Filmteile für einen Druckbogen entsprechend dem Auschießschema. Pro Farbe und Druckform ein Bogenmontage.


Naturpapier
Naturpapier (oder auch Werkdruckpapier genannt) wird primär für Textdrucke eingesetzt, aber auch für individuelle Bildwerke. Die Oberfläche von Naturpapieren ist immer offener als bei gestrichenen Papieren und saugt damit wesentlich mehr Farbe auf. Die präzise Wiedergabe von Bilddetails ist damit leicht eingeschränkt. Auch flächige Darstellungen wirken hier etwas unruhiger. Weitere Ausstattungsmerkmale sind geglättete oder satinierte Ausrüstung, Dünndruckpapier. 3. Naturpapiere können mit einem hohen Volumen produziert werden, von etwa 1,0 fachem Volumen bis 2,4fachem Volumen. Wichtig dabei ist: Je höher das Volumen, desto offener ist die Oberfläche und die Bildwiedergabe wird grober.

Opazität
Undurchsichtigkeit. Deckfähigkeit bzw. Dichte des Papiers, d.h. bis zu welchem Grad ein Papier bedruckt werden kann, ohne dass das Druckbild auf der Rückseite durchscheint. Je geringer die Opazität, desto größer die Transparenz des Papiers.

Papier, chlorfrei
Heute werden meist nur noch chlorfrei gebleichte Papiere auf dem Markt angeboten. Teilweise ecf-Papiere, elementarchlorfrei gebleicht und tcf-Papiere, total chlorfrei gebleichte Papiere.

Papier, gestrichen
Gestrichene Papiere mit matter, halbmatter oder glänzender Oberfläche werden hauptsächlich für bildsensible Produkte eingesetzt. Die glänzenden Papiere sind für die Bildwiedergabe durch die besonders geschlossene Oberfläche vorteilhaft, haben allerdings den Nachteil einer erhöhten Lichtreflexion beim Lesen. Diese Papiere wurden erst kurz vor 1900 in nennenswertem Umfang produziert und eingesetzt, parallel zur Entwicklung der Fotografie und Reproduktion. In der Papiermaschine wird dabei auf eine Trägerpapierbahn beidseitig in einem Schritt eine Dispersionsschicht aufgestrichen und in weiteren inline-Prozessen geglättet und getrocknet. Gestrichene Papiere haben kein oder nur sehr geringes Volumen.

Papier, holzfrei
Hochwertige Papiere, statt Holzschliff wird dabei hochwertiger Zellstoff verwandt – neben vielen weiteren Zusatzstoffen. Diese Papiere haben eine hohe Alterungsbeständigkeit und vergilben nicht bzw. nur gering. Trotzdem ist ein Holzschliffanteil von bis zu 15% bei dieser Bezeichnung zugelassen. Die Opazität dieser Papiere ist etwas geringer als bei holzhaltigen Papieren.

Papier, Laufrichtung
Die Laufrichtung von Papier entsteht in der Papiermaschine durch den “Transport” der flüssigen Papiermasse über Sieb- und Filzbänder zur trockenen Papierbahn und Papierrolle. Diese Bewegung wird als Laufrichtung bezeichnet. Die Bestandteile der Papiermasse, wie die Holzschliff- oder Zellulosefasern liegen verstärkt parallel zur Laufrichtung. Beim Schneiden der Rollenware zu Planobogen ergibt sich daraus die Laufrichtung des Papierbogens in Schmalbahn oder Breitbahn. Für Buchprodukte muss die Laufrichtung immer parallel zum Buchrücken verlaufen, aus Gründen der buchbinderischen Verarbeitung. Falls dies nicht der Fall ist, entstehen am Rücken nach dem Trocknen des Leims Wellen am geleimten Buchrücken und die Blätter sperren sich beim Blättern.

Papierarten und -sorten
Papier, Karton und Pappe können nach folgenden unterschiedlichen Kriterien eingeteilt werden:

Flächenmasse Art
15g/m² bis 20g/m² Zigarettenpapier
10g/m² bis 35g/m² Florpostpapier
15g/m² bis 30g/m² Seidenpapier
25g/m² bis 50g/m² Dünndruckpapier
50g/m² bis 55g/m² Zeitungspapier
60g/m² bis 80g/m² Zeitschriftendruckpapier
40g/m² bis 100g/m² Schreibmaschinenpapier
70g/m² bis 100g/m² Werkdruckpapier
180g/m² bis 300g/m² Bristolkarton

Parallelfalz
Falzarten. Sämtliche Falze liegen parallel zueinander, die Falzrichtung ist variabel.

Parallelmittenfalz
Falzart, bei der die einzelnen Bogen immer mittig parallel gefalzt werden.


Kein Inhalt vorhanden

Rasterweite (Rasterfeinheit) Anzahl der Rasterlinien je cm bzw. Rasterelemente je cm². Je feiner ein Raster, desto besser ist die Detailwiedergabe. Beispiel: 60er Raster bedeutet: 60 x 60 = 3600 Druckelemente je cm².

Rückstichheftung
Bindeverfahren, bei dem gefalzte Bogen im Rückenfalz durch Drahtklammern oder Faden zusammengeheftet werden.


Subskription
Bestellung eines Werkes vor dessen Erscheinen zu einem ermäßigten Preis (Subskriptionspreis). Dadurch kann der voraussichtliche Absatz besser eingeschätzt und die Höhe der Auflage ermittelt werden.

Titelei
Dem eigentlichen Text eines Buches vorangestellte Seiten. Die Titelei kann enthalten:
1. Seite: Schmutztitel.
2. Seite: Schmutztitelrückseite, in der Regel unbedruckt (Vakat) oder Abbildung als Frontispiz (franz.: Titelblatt).
3. Seite: Haupttitel (Verfasser, Titel, evtl. Untertitel, Verlag).
4. Seite: Impressumseite mit Copyright ©, CIP-Vermerk, ISBN, Auflage, Herstellerangaben. Evtl. auch Vakatseite, wenn das Impressum sich auf der letzten Seite befindet.
5. Seite: Widmungsseite (Dedikation) oder Vorwort oder Inhaltsverzeichnis oder Textbeginn. Im Gegensatz zum Vorwort zählt die Einleitung nicht zur Titelei. Manchmal werden auch die Literatur-, Quellen-, und Stichwortverzeichnisse (Register) zur Titelei gerechnet. Inhaltsverzeichnis und/oder Impressum befinden sich nicht immer vor dem Textteil, sondern können am Schluss des Buches stehen.

Umschlagen
Wenden des Druckbogens nach dem ersten Druckgang. Die Seitenanlage wechselt, die Vorderanlage bleibt erhalten.

Umstülpen
Wenden des Druckbogens nach dem ersten Druckgang. Die Seitenanlage bleibt erhalten, die Vorderanlage wechselt.


Verkehrsnummer
Von der Buchhändler-Vereinigung an Mitglieder buchhändlerischer Verbände vergebene fünfstellige Kennzahl, die den Geschäftsverkehr innerhalb des Buchhandels erleichtert. Unterschieden wird zwischen Kreditorennummern für Verlage und Zwischenbuchhandel und Debitorennummern für den verbreitenden Buchhandel. Eine weitere Unterscheidung wird für Verlage und Zwischenbuchhändler vorgenommen, wenn sie selbst als Besteller auftreten.

Vergilben
Papiere mit höherem Holzschliffanteil werden nach kurzer Zeit gelblich bzw. vergilben. Papiere mit der Bezeichnung glossar(Papier, holzhaltig) sind davon besonders betroffen, sie sind nicht geeignet für langlebige Buchprodukte. Weniger betroffen sind fast holzfreie Papiere, siehe glossar(Papier, holzfrei). Speziell als alterungsbeständig bezeichnete Papiere sind davon nicht betroffen.

Vorsatz
Doppelblatt aus festem Papier, das zur Hälfte auf die innere Seite der Buchdeckel geklebt und Spiegel genannt wird, während die andere Hälfte des Blattes beweglich bleibt (fliegendes Blatt). Es wird einige Millimeter breit an den Buchblock geklebt und trägt so dazu bei, die Verbindung zwischen Buchblock und Buchdeckel herzustellen.


Wickelfalz
Bücherdruck. Eine Werkdruckerei produziert im Wesentlichen Bücher

Wickelfalz
Parallelfalz, bei dem die einzelnen Seiten in einer Richtung um das innenliegende Blatt „herumgewickelt“ werden.

Widerdruck
Bedrucken der Rückseite eines Bogens, dessen Vorderseite bereits bedruckt ist.


Kein Inhalt vorhanden

Kein Inhalt vorhanden

Zeilenfall
Anordnung der Zeilen, zu beachten bei Titelsatz (Überschriften) und Flattersatz.

Zusammentragen
Das maschinelle Aufeinanderlegen der Bogenteile in der richtigen Reihenfolge für den Buchblock

Zwischenschießen
Bei kleineren Auflagen: Einschießen eines Leerpapierbogens zum Schutz vor dem Abziehen der Druckfarbe beim Schneiden.